updated: 13.05.10

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Antiepileptika
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So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich !

Bei meinem Tervueren verschlechterten sich durch die jahrelange Einnahme von Luminal die Nierenwerte erheblich. Ich kann nur jedem empfehlen, die Leber- und Nierenwerte seines Tieres regelmäßig untersuchen zu lassen. Ich habe hier mal nur die Kontraindikationen/Nebenwirkungen/Wechselwirkungen aufgeführt.

Luminal      =        Wirkstoff Phenobarbital

Resimatil    =        Wirkstoff Primidon  -. wird in körpereigenes Phenobarbital umgewandelt

Mylepsinum =       Wirkstoff Primidon –  wird  in körpereigenes Phenobarbital umgewandelt

Dibro-Be mono = Wirkstoff Kaliumbromid

Valproinsäure

Dibro-Be mono ist Kaliumbromid. Hersteller  Dibropharm GMbH. Ein Wirkstoff der oft bei Hunden als Antiepileptika entweder  als Kombinationstherapie mit Phenobarbital, oder als Einzeltherapie gegeben  wird. Immer häufiger wird Phenobarbital reduziert und dann nur noch Kaliumbromid  gegeben. (Richtet sich halt nach Schweregrad und Häuufigkeit der Anfälle)  Außerdem muss bei Kaliumbromid auf die Ernährung (Futterwechsel) besonders geachtet werden, da der Kochsalzgehalt die Wirkung verringern oder erhöhen kann. Also darf auch nichts vom Tisch gegeben  werden.

Primidon wird im Organismus zu Phenobarbital umgewandelt.

Luminal

Kontraindikationen

Luminal darf nicht angewendet werden:

bei Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Inhaltsstoffe;

bei akuten Vergiftungen mit zentraldämpfenden Arzneimitteln, wie Schlaf-, Schmerz-, Beruhigungs- und Anregungsmitteln;

in Kombination mit Alkohol;

bei Störungen des Abbaus des Blutfarbstoffes in der Leber (latente oder akute Porphyrie);

bei schweren Nieren- und Leberfunktionsstörungen;

bei Herzmuskelschäden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Vorsicht ist geboten bei Verwirrtheitszuständen infolge von Durchblutungsstörungen des Gehirns und bei Patienten mit Bewusstseinsstörungen. Bei Patienten mit akuten oder chronischen Schmerzen soll Phenobarbital nur mit Vorsicht gegeben werden, weil paradoxe Erregungszustände auftreten oder wichtige Symptome maskiert werden können.

Wegen der atemdepressiven Wirkung von Phenobarbital ist bei Patienten mit respiratorischer Insuffizienz grundsätzlich Vorsicht geboten.

Bei längerfristiger Anwendung von Phenobarbital kommt es zu einer Induktion mikrosomaler Leberenzyme (Enzyminduktion) d.h. die Biotransformation von Phenobarbital – aber auch anderer Arzneistoffe, die Substrate dieser Leberenzyme sind – kann um den Faktor 2–3 beschleunigt werden (vgl. auch «Interaktionen»).

Luminal kann den Vitamin-D-Metabolismus beeinflussen und somit zu einer Entwicklung von Knochenerkrankungen führen. Eine prophylaktische Gabe von Vitamin D kann erforderlich sein.

Eine Langzeitbehandlung mit Antikonvulsiva kann zu verminderten Folsäurespiegeln führen. Risikopatienten sollten regelmässig kontrolliert werden und eine Behandlung mit Folsäure und Vitamin K1 in Betracht gezogen werden.

Es kann sich bei regelmässiger Einnahme von Phenobarbital eine Abhängigkeit entwickeln. Bei abruptem Abbrechen einer länger dauernden Therapie muss mit einem Entzugssyndrom gerechnet werden. Zudem kann es bei plötzlichem Absetzen zu zerebralen Krampfanfällen kommen.

Interaktionen

Luminal führt als wirksamer Enzyminduktor zu einer Vermehrung der arzneimittelabbauenden Fermente in der Leber und stimuliert dadurch den Metabolismus anderer therapeutisch wichtiger Arzneimittel. Dies gilt beispielsweise für orale Antikoagulantien, Antikonvulsiva (wie Diphenylhydantoin), für Griseofulvin und für Steroidhormone wie Androgene, Gestagene, Östrogene (cave: orale Kontrazeptiva!) und Glukokortikoide sowie für Digitoxin und Doxicyclin. Bei gleichzeitiger Verordnung der genannten Arzneimittel sollte der eventuelle Wirkungsverlust in Betracht gezogen und bei der Dosierung berücksichtigt werden (vgl. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Gegenseitige Wirkungsverstärkung tritt auf, wenn Luminal mit zentraldämpfenden Arzneimitteln und/oder Alkohol verabreicht wird.

Luminal verstärkt die Methotrexat-Toxizität.

Serumkonzentrationen von Phenobarbital können durch gleichzeitige Anwendung von Valproinsäure verstärkt werden.

Kaliumbromid

Gegenanzeigen und Anwendungsbeschränkungen

Bei bekannter Unverträglichkeit von Bromid und bei Nierenfunktionsstörungen darf Kaliumbromid nicht gegeben werden. Von der Einnahme abzuraten ist auch bei Asthma und vorliegenden Ernährungsstörungen.

Nebenwirkungen

Unter der Behandlung mit Kaliumbromid können neurologische Beschwerden wie Benommenheit, Müdigkeit, verlängerte Reaktionszeiten auftreten. Im Bereich der Atemwege kann es zu Verschleimung, Bronchitis oder einer Verschlechterung von Asthma kommen. Darüberhinaus können Magenschmerzen und Erbrechen, Hautreaktionen wie Akne, Bindehautentzündung oder Gewichtsverlust auftreten.

Aufgeführt werden hier lediglich die wichtigsten und häufigsten Nebenwirkungen. Jeder Mensch reagiert in anderer Weise und höchst individuell auf Medikamente. Es ist daher nicht vorherzusagen, ob überhaupt und in welchem Ausmaß die oben genannten Nebenwirkungen auftreten.

Wechselwirkungen

Bei gemeinsamer Einnahme mit anderen müde machenden Medikamenten werden die neurologischen Wirkungen von Kaliumbromid verstärkt.

Jede Veränderung des Kochsalzgehaltes, z.B. durch Einnahme von harntreibenden Mitteln (Diuretika) im Körper, wirkt sich auf die Wirkung und die Nebenwirkungen von Kaliumbromid aus.

Lassen Sie sich in jedem Fall individuell beraten und informieren Sie Ihre behandelnden Ärzte über alle Medikamente, die Sie regelmäßig eingenommen werden, um solche Wechselwirkungen möglichst gering halten zu können.

Valproinsäure

Gegenanzeigen und Anwendungsbeschränkungen

Valproinsäure darf nicht verabreicht werden bei Erkrankungen der Leber und der Bauchspeicheldrüse sowie bei Allergien gegen den Wirkstoff.

Nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung sollte Valproinsäure verordnet werden bei Kleinkinder, die bereits andere Wirkstoffe gegen Krampfanfällen einnehmen, bei Frauen mit Kinderwunsch und bei vorbestehender Schädigung des Knochenmarks.

Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen treten meist zu Beginn der Behandlung auf und sind eher leicht und kurzdauernd: Gewichtszunahme, Haarausfall (vorübergehend), Zittern, Schwindel, Unruhe, Magen-Darm-Beschwerden.

In seltenen Fällen kommt es zu einem lebensgefährlichen Leberversagen. Erste Anzeichen können Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Teilnahmslosigkeit und Verwirrtheit sein. Verständigen Sie in diesen Fällen bitte sofort einen Arzt.

Aufgeführt werden hier lediglich die wichtigsten und häufigsten Nebenwirkungen. Jeder Mensch reagiert in anderer Weise und sehr individuell auf die Wirkstoffe in Medikamenten. Es ist daher nicht vorhersehbar, ob überhaupt und in welchem Ausmaß die oben genannten Nebenwirkungen auftreten.

Primidon

Kontraindikation

Phenobarbital-induzierte Langzeitnebenwirkungen, Porphyrie, schwere Herz-, Leber-, Nierenschädigung

Dosisabhängig kommt es zu Müdigkeit, Verlangsamung, Schwindel, Verschwommensehen, Gleichgewichtsstörungen und Depression. Dosisunabhängige allergische Hautausschläge sind in etwa 5–10 % der Fälle beschrieben. Bei chronischer Einnahme kann es zu kognitiver Beeinträchtigung, Verhaltensstörungen, depressiver Verstimmung und Konzentrationsstörungen kommen, außerdem zu Störungen des Kalzium-Stoffwechsels mit Knochenerweichung, Veränderungen der Blutbildung und des Bindegewebes. Des Weiteren können aufgrund der enzyminduzierenden Wirkung Wechselwirkungen mit vielen anderen Medikamenten auftreten.

Copyright 2002/2006: Bettina Knaupe. Alle Rechte vorbehalten

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