updated: 13.05.10

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Borreliose
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Symptome:

Beim Hund wird neben unspezifischen Allgemeinsymptomen, wie Anorexie, Mattigkeit und Fieber, vor allem intermittierende Lahmheit (wechselnd von einem zum anderen Gelenk), bedingt durch Arthritiden (Gelenkentzündungen) und Gelenkergüsse, als dominierendes Symptom beschrieben (Appel et al., 1993; Breitschwerdt et al., 1994; Liebisch & Liebisch, 2003)
 

Ebenso konnte zuweilen von Lymphadenopathie, (Erkrankungen der Lymphknoten), chronischen Nephritiden (entzündliche Nierenerkrankungen) mit Urämie (Harnvergiftung), Affektionen von Herz und Nervensystem sowie rheumatoider Arthritis infolge von Infektion mit Borrelia burgdorferi berichtet werden.((Roushet al., 1989; Fischer & Leuterer, 1992; Kraft, 2000).Roushet al., 1989; Fischer & Leuterer, 1992; Kraft 2000

Myokarditis (Herzmuskelentzündung). Die akute Lyme-Karditis kann zu einer Myokardinsuffiziens führen. Desweiteren: Fibromyalgien (Knochen u. Weichteilschmerzen)

Der Impfstoff, welcher hier in Deutschland angeboten wird...ist nur gegen einen Borrelienstamm/Erreger (wenn überhaupt) wirksam. Und dieser eine ist der hier in Deutschland seltenere.

In diesem Impfstoff der Firma Merial “Merilym”, sind in einer Dosis 0,6 mg Aluminiumhydroxid  und inaktivierte Spirochäten der Gattung Borrelia  burgborferi sensu stricto enthalten.

Die bekanntesten Borrelienstämme sind:


Borrelia burgdorferi afzelii
Borrelia burgdorferi garinii
Borrelia burgdorferi valaisiana
Borrelia burgdorferi sensu stricto

Bei einer Studie am Bodensee, waren bei den Zecken folgende Stämme vorhanden:

83 % Borrelia b. valaisiana
72 % Borrelia b. garinii
5,5  % Borrelia b. afzelii
Borrellia burgdorferi sensu stricto war nicht vorhanden!
(es gab aber Mischinfektionen in Zecken mit 2 oder 3 Borrelienstämmen zu  72 %)

In einer weiteren Studie wurde festgestellt, dass die Zecken mit folgenden Stämmen infiziert waren.

Borrelia b. s. s. 11 %
Borellia b. garinii 58 %
Borellia b. afzelii 28 %
Borellia b. garinii und afzelii 3 %
(unter Vorbehalt mit einer Dunkelziffer von 1:10)

Daher ist dieser Impfstoff nur gegen den selteneren Borrelienstamm Borrelia burgdorferi sensu stricto (11%) wirksam. Ob die anderen Stämme hier mit abgedeckt sind, ist fraglich.
Quelle: aus “Borreliose” von G. Binnewies

In den USA ergaben Untersuchungen in der “Cornell University Vet”, dass die untersuchten Hunde zu 56 % Antikörper gegen die Vaccine und 32 % Antikörper gegen die Vaccine und gegen Borrelien hatten. Das bedeutet, dass über die Hälfte der geimpften Hunde die Borreliose durch die Impfung bekommen hatte und ca. ein Drittel hatte sie trotz der Impfung. Hierfür wird eine molekulare Mimikry, ( Moleküle auf der Oberfläche von Krankheitserregern die körpereigenen Molekülen ähneln oder mit ihnen identisch sind), verantwortlich gemacht, welche dazu führt, dass sich die gebildeten Antikörper gegen körpereigene Strukturen richten. Es muss also sicher gestellt sein, dass die zu impfenden Tiere früher keine Borrelioseinfektion durchgemacht haben! Ein in der USA zugelassener Humanimpfstoff gegen Lyme-Borreliose wurde inzwischen wieder vom Markt genommen, da er starke Nebenwirkungen hervorgerufen hatte.
 

Die Firma Merial beschreibt unter Gegenanzeigen:

Hunde mit früherer klinischer Erkrankung an Borreliose sollten von der Impfung ausgenommen werden, da ein Schutz vor möglichen Rezidiven (wiederkehrende  Erkrankung) nicht erwartet werden kann.

Das bedeutet: Ohne eine Titer-Bestimmung, welche nachweisst, dass der Hund noch nie mit Borrelien infiziert war, sollte man nicht impfen. Nicht jede Infektion macht sich sofort bemerkbar und immer wieder sind Besitzer erstaunt, wenn eine Blutuntersuchung ergibt, dass der Hund einen erhöhten Titer hat, also mal eine Infektion durchgemacht hatte.

Aufgrund dieser Zusammenhänge zählt die Borreliose-Impfung zu den Non Core - Impfungen !

Erwähnen möchte ich noch, dass Fipronil, der Wirkstoff von Frontline, in verschiedenen Ländern aufgrund seiner toxischen Wirkung als Insektizid vom Markt genommen wurde. (*Frankreich u. *Kanada)

Die Wirkung von Bernsteinketten, Homöopathie oder irgendwelcher Blütenessenen als Anti-Zecken-Mittel oder zur Anti-Zecken-Prophylaxe ist durch Studien nicht belegt bzw. nachgewiesen !

Zur Forschung über Zecken:

In einer Veröffentlichung der Universität Hohenheim ist folgendes zu lesen:

Bei Beobachtungen In Kenia und USA zeigte sich, dass eine “Wespenart”, die auch in Deutschland bekannt ist, hauptsächlich Zecken vertilgt. Diese für den Menschen völlig ungefährliche Wespe könnte auch hier in Deutschland/Europa zur Bekämpfung der Zecken eingesetzt werden. Diese Wespe nutzt die Zecken als Brutkasten um ihre Eier abzulegen.

Prof. Dr. Ute Mackenstedt und Prof. Dr. Johannes Steidle, Universität Hohenheim, leiten ein Forschungsprojekt mit anderen natürlichen Zeckenfeinden. Mit Pathogenen wie Pilze, die über die Atemwege in die Zecke eindringen und auch mit Würmern, deren Larven die Zecken aufbrechen und mit der bereits erwähnten Wespenart wird geforscht.  Die Pathogene werden im Landesgesundheitsamt BW gezüchtet und erste Tests auf Praxistauglichkeit werden zusammen mit der Unviversiät Hohenheim/Parasitologie erfolgen. Diese Mini-Wespen sind für den Menschen vollkommen ungefährlich.

Hoffen wir, dass es den Zecken durch “natürliche Feinde” bald  an den Kragen geht.

Quelle:
http://www.umweltschutz-news.de/207artikel36.html
http://www.cbgnetwork.org/762.html

 

Bei Fragen oder Kommentaren wenden Sie sich an uns unter : onix-at-knaupe.de
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