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Bis vor ca. 3 Jahren glaubte ich noch an Homöopathie und deren Wirksamkeit und propagierte sie im Bekanntenkreis und auch im Internet.
Stutzig wurde ich zum ersten mal, als mein an Husten erkrankter Rüde Onix von einer klassisch homöopathisch arbeitenden Tierärztin Streukügelchen (Globuli) bekam, die nicht nur keine Wirkung zeigten, sondern auch noch sein Krankheitsbild, aufgrund meiner Naivität und der von mir - zumindest bei Beginn der Behandlung - unterlassenen Sorgfaltspflicht, (vernünftige Diagnostik), verschlimmerte. Unnötig zu erwähnen, dass ich an eine „Erstverschlimmerung“ (lt. Homöopathen normal bzw. ein gutes Zeichen...doch dazu später mehr), glaubte, und mich auch noch darüber freute!
Ich weiß heute, dass ich aus Solidarität zur Ex-Chefin (klassisch homöopathisch arbeitende Tierärztin), alles für richtig hielt, was sie tat und nichts hinterfragte. Auslöser für meine Zweifel und späteres Umdenken war die fortschreitende Erkrankung meines Hundes, dem ich nach Anweisung "brav" wochenlang Globuli gegen Husten verabreichte, bis mir mein Bauchgefühl sagte, dass ich doch mal eine gründliche Diagnostik in einer Veterinärklinik durchführen lassen sollte. Die bis dato ermittelte Diagnose durch zwei "Bioresonanz-Analysen" (Haartestungen mit dem Gerät VegaExpert) innerhalb von vier Wochen ergab jeweils immer "nur" Probleme mit den Bronchien und der Luftröhre. Das Herz war laut Test in Ordnung. Die passende Medikation spukte das Gerät natürlich auch aus. Bryonia C 30, Petroleum C 30 und weitere Glubuli, deren Namen ich heute nicht mehr weiß.
In der Tierklinik schlug man damals die Hände über den Kopf zusammen. Mein Rüde hatte eine Myokarditis verbunden mit starken Herzrhythmusstörungen und war darüber hinaus randvoll mit Wasser in Lunge und Bauchraum. Ohne meine Intuition wäre er innerhalb weniger Tage qualvoll erstickt beziehungsweise ertrunken. Die verabreichte Spritze dort vor Ort bescherte uns nach ca. 20 Minuten einen Hund der fast 3 Minuten lang pieselte, (fast farblos), und der anschließend das erstmal seit langem tief Luft holen konnte. Die von da an verabreichten Medikamente bewirkten eine sehr gute Lebensqualität für weitere eineinhalb Jahre. (Furosemid und Vetmedin) Die Symptombehandlung (z.B. hier Globuli gegen Husten) zeigen schon, was für eine absurde Sache die Homöopathie ist. Das war kein Behandlungsfehler im eigentlichen Sinne, sondern eine falsche Diagnostik/Diagnose mit daraus resultierender anschließender "Medikation/Therapie". Im Sinne von Homöopathie und Alternativmedizin, war das ja ein guter ,"richtiger" Weg. (Bioresonanz ...“der direkte Dialog mit dem Organismus.......Symptome können auf mögliche Zusammenhänge hin überprüft werden und Ursachen können erforscht werden"......mit individueller Medikamententestung“) Die einzelnen vermeintlichen "Heilungen", bei denen ich "Augenzeuge" während meiner Tätigkeit in der Praxis wurde, waren aus heutiger Sicht nichts anderes als Spontanheilungen, bzw. Aktivierung des Selbstheilungsprozesses durch Placebo-Effekt oder aber natürliches Abklingen der Symptome bzw. normale Regeneration.
Wobei wir da bei den Hochphasen bestimmter Erkrankungen sind, die anschließend ganz automatisch - auch ohne Globuli - wieder abklingen, sofern das Immunsystem dazu fähig ist, bzw. keine wirklich ernsthafte (bösartige) Erkrankung dahinter steckt. Doch das wusste ich erst später.
Wichtig ist evtl. an dieser Stelle kurz der Hinweis, dass das erste Bioresonanz-Gerät von dem Scientologen Dr. Morell in den 70er Jahren entwickelt wurde. Der heutige E-Meter dieser "Organisation", (Stresstest) sieht dem Vegatest-Gerät (und wahrscheinlich auch anderen Resonanzgeräten) sehr ähnlich. Die Bioresonanzanlayse bei der ich ja immer als „Medium“ fungierte, ist aus meiner heutigen Sicht der größte Humbug.
Ja.... das war der Auslöser alles nachzulesen, was es an Studien, Stellungnahmen etc. zum Thema Homöopathie gab. Ich wälzte verschiedene Bücher, fand aber auch im world wide web jede Menge zusätzliche Informationen.
Ich wünschte, dass bei Homöopathischen „Arzneimitteln“ auf der Packung die Zusammensetzung und vor allem die aktiven Wirkstoffe angegeben werden müssten. Es wäre für viele Käufer eine Erleuchtung.: Glucose / Saccharose : 100 % Aktive Wirkstoffe: 0,0000000 % (Geistige Information), zumindest müsste es ab der 12er Potenzierung so lauten, denn ab da ist Schluss mit lustig. Kein Molekül des Ausgangsstoffes mehr nachweisbar! Ich vermute, dass die meisten Menschen immer noch meinen, sie würden etwas rein pflanzliches kaufen und zu sich nehmen. Auch meine Mutter. Bis ich ihr dann von "Porcellanus meissiensis, caninum excrementum, TDM Mülleri u.v.a. berichtete. "Ein starkes Stück!" Doch zu den Substanzen später mehr.
Der Nachweis, dass zum Beispiel in Pulsatilla C 30 auch nachweislich Pulsatilla C 30 drin ist, kann gar nicht erbracht werden. Und wenn ich ein homöopathisches Mittel nehme, möchte ich, dass es auf Grund des angegebenen Wirkstoffes hilft und nicht, weil ich vielleicht aufgrund meiner persönlichen Antenne, (meines Glaubens) die heilenden Kräfte des Universums anzapfen kann.
Amüsant und skurril finde ich vor allen Dingen die Aussagen so mancher Heilpraktiker.
Von... "Chemie und klass. Homöopathie zusammen geht nicht", bis hin zu "Beides zusammen geht nur mit "normaler" Homöopathie", also, diejenige, bei welcher auch Komplexmittel verwendet werden. (Bei der Klassischen Homöopathie, streng nach Hahnemann, wird meist nur ein Mittel auf einmal verabreicht, und dies in der Regel in einer mittleren oder hohen C- oder Q-/LM-Potenz.)
Aber weiter:
"Erstverschlimmerung" muss nicht, soll, kann, darf sein...ist möglich, oder auch nicht.
Konkret lautet das dann in etwa so:
"Diese Erstverschlimmerung ist ein gutes Zeichen. Sie deutet darauf hin, dass der Körper das Mittel "erkennt" und seine Selbstheilungskräfte aktiviert, um die Krankheit zu bekämpfen"
und
"Eine Verschlimmerung der Symptome kann außer einer Erstverschlimmerung auch eine echte Verschlimmerung der Krankheit sein, weshalb man Verschlimmerungen nach der Einnahme von homöopathischen Mitteln nicht ausnahmslos als gutes Zeichen werten darf."
"Weißte Bescheid !" (frei nach Horst Schlämmer)
Erst kürzlich meinte eine Homöopathin zu mir: “Eigentlich sollte es keine Erstverschlimmerung geben, wenn das Mittel und die Potenz richtig gewählt wurden. Das ist natürlich schwierig, wenn der Patient das erst Mal etwas bekommt“.
Grotesk wie ich finde. „Eigentlich? Kann möglich sein, wenn er (Patient) zum ersten mal etwas bekommt“. Aha. Und wenn es dann das falsche Mittel war, nimmt man einfach die nächsten Globuli bis es irgendwann passt? Unglaublich, denn spätestens nach ein paar Tagen oder Wochen dürfte sich der Patient sowieso regeneriert haben oder zumindest die Hochphase der Erkrankung vorüber sein. Was man dann natürlich den Globuli zuschreibt. „Siehe...es wirkt!“ Der Patient wird zur Testperson, der Homöopath zum Arzneimittelprüfer.
Das lesen der Skeptiker-Seiten GWUP und EsoWatch, sowie unzählige Stellungnahmen, so auch die der Weltgesundheitsorganisation WHO, („Homeopathy not a cure“ ) über die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft fand ich sehr interessant. “Jeder Patient hat Anspruch darauf, mit nachweislich wirksamen Arzneimitteln behandelt zu werden, wie umgekehrt der Arzt die Pflicht hat, auch die Richtigkeit seines Tuns unter Beweis zu stellen“ Und seit dem regen mich die Plattitüden der Homöopathen erst so richtig auf: “Wer heilt hat Recht!“ “Placebo-Effekt bei Kindern und Kleintieren kann gar nicht sein!“ “Schulmediziner unterdrücken nur Symptome!“
Fakt ist, dass Homöopathie keine über einen Placebo-Effekt hinausgehende Wirkung hat. Und dieser Effekt wirkt konditioniert auch bei Haustieren und Kleinkindern. Dazu gibt es Studien. Die Nachweise sind auf der GWUP-Seite unter den Quellen zu finden Auszug:
„Bereits die Tatsache, dass sich Tiere in einer vertrauten Umgebung stärker entspannen als in einer fremden, Angst einflößenden, kann die Heilung fördern. Placebo-Effekte wies man in Doppelblindversuchen auch bei Haustieren nach, denn diese können die Körpersprache vertrauter Bezugspersonen lesen. Erleben sie deren Vertrauensverhältnis zu dem ihnen unbekannten Therapeuten, so reagieren sie konditioniert im Sinn einer Placebo-Wirkung. Ist die Behandlung auch noch mit liebevoller Zuwendung verbunden, hat die Heilung gute Chancen.“
“Ein bedeutender Aspekt ist die Erwartungshaltung des Patienten oder Tierbesitzers. Mit das erste, was ein Student der Veterinärmedizin lernt, ist, dass manche Besitzer erwarten, dass man etwas verschreibt. Erst dann sind sie beruhigt, und das kann dann positiv auf das Tier wirken“, sagt Professor Dr. Wolfgang Löscher vom Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie an der Tierärztlichen Hochschule Hannover.
Koch T: Placebowirkung bei Tieren. Intern. Praxis 24:587-589 (1984) Löscher W: Homöopathie in der Veterinärmedizin. In (35)
Wie sehr Tiere auf Zuwendung anspringen zeigt sich schon an dem kleinen Experiment mit Pferden: „Der Herzschlag des Pferdes verändert sich, wenn es Kontakt mit Menschen hat“.
http://www3.interscience.wiley.com/journal/119665295/abstract?CRETRY=1&SRETRY=0 Diese Aufmerksamkeit – erst recht in entspannter Atmosphäre – (Tierheilpraxis oder Heilpraxis) bewirkt etwas positives.
Und auch bei Kindern ist die Konditionierung kein Geheimnis. Wenn ein Kind hinfällt und sich dabei verletzt, (aufgeschrammtes Knie) ist das Geschrei in der Regel erstmal groß. Aber sobald die Mutter auf die Wunde pustet und ein – möglichst buntes - Pflaster drauf macht, ist der Schmerz schnell vergessen.
Der Placebo-Effekt ist aber keineswegs "eingebildet", nach dem Motto "Ich glaub, ich fühl mich besser", sondern völlig real. Es handelt sich also nicht nur um eine scheinbare Besserung. Dass Scheinmedikamente (hier: Globuli) beispielsweise im Gehirn die Ausschüttung von körpereigenen Schmerzmitteln anregen oder die Hirnaktivität zur Vermeidung unangenehmer Gefühle steigern -> Placebo-Effekt.... mögen die wenigsten Homöopathen aber wahr haben. Es würde auch mit einem Smartie oder m&m funktionieren.
Die Homöopathie funktioniert also nicht aufgrund von Wirkstoff, denn es gibt wie bereits erwähnt keine nachweisbaren Moleküle des Wirkstoffes in höheren Potenzen. Und auch das postulierte Gedächtnis des Wassers ist spätestens durch den Physiker Dr. Nils Huse, et al widerlegt. „Ultraschnelle Fluktuation des Wassers.“ Ich komme später noch einmal darauf zurück.
Was vielen Homöopathen scheinbar auch nicht bewusst ist, ist der Nocebo-Effekt. Schulmedizin (evidenzbasierte Medizin) wird mit Chemie gleichgesetzt und die ist böse oder schlecht. Doch genau diese Einstellung manifestiert sich auch im Unterbewusstsein, was sich wiederum negativ bemerkbar machen kann.... nach dem Motto: "Die Schulmedizin macht mich krank".... und eine Heilung wird somit erschwert. Natürlich liest sich so ein Beipackzettel nicht gerade wie ein Liebesroman o.ä....
Auszug Wikipedia "Der Nocebo-Effekt lässt sich insbesondere in placebokontrollierten Doppelblind-Studien für die Neuzulassung eines Medikamentes beobachten. In diesen Studien werden alle Patienten über mögliche zu erwartende Nebenwirkungen des Wirkstoffes informiert – unabhängig davon, ob sie diesen Wirkstoff oder ein Placebo erhalten. Placebo-Empfänger klagen dann häufig über die entsprechenden, ihnen zuvor erläuterten Nebenwirkungen.“
Zur Herstellung der Homöopathika
Das Video der Firma Remedia war für mich doch sehr aufschlussreich. Lieschen Müller, (jeweilige Arbeiterin/Angestellte der Marke "Hau aufs Leder"), ist dort bei ihrer Tätigkeit zu bewundern. Die mangels Schutzkleidung umher schwirrenden Harre und Hautschuppen etc. müssten theoretisch ein prima Cocktail sein. Keine Einweghandschuhe, die Haare gucken unter dem Häubchen hervor, der Pullover, an dem evtl. irgendwelche anderen Partikel (Katzenhaare o.ä.), dran hängen, ist bei der zweiten Dame gut zu sehen. Und wenn es heiß ist, sind sicherlich auch Schweißtröpfchen nicht zu vermeiden. Da stellt sich mir die Frage, ob wir nicht potenzierte DNA von der Person und/oder ihrem Umfeld bekommen. Und wie ist das mit der Verschüttlungsgarantie? Was passiert auf dem Postweg von der Herstellerfirma bis in die Apotheke oder Praxis? Da wird doch alles weiter geschüttelt, bis es endlich mal irgendwann im Regal steht und zur Ruhe kommt. Und von der Apotheke nach Hause...Ok, ich bin ja nicht kleinlich, lassen wir das.
Irgendwann merkte ich, dass mich der Gedanke an das Prozedere der Herstellung kurzfristig in den Bereich Science-Fiction abdriften ließ: Von Wassercluster = Wasser mit IQ, über Miasmen und Chakren, die sich immer und überall bei, in und um jedermann befinden (Assoziation Körperfresser) und die sowieso für alles verantwortlich sind. Ruckzuck war ich bei den Schüttel- und Klopfmonstern, die durch eben solche rituellen Handlungen wie schütteln und klopfen - (ähnlich dem Riesen aus der Wunderlampe) - endlich aus ihrem Gefängnis befreit werden, empor ins Universum steigen und dem Wasser dabei noch schnell zuflüstern, was es verdammt noch mal speichern soll, während es am trocknen ist...
Man möge mir verzeihen, aber ich kann doch nur etwas ernst nehmen, wenn ich davon auch überzeugt bin. Den Beweis haben die Homöopathen bisher nicht erbracht....
Rein theoretisch müsste wohl die Schulmedizin verboten werden, damit die Wirksamkeit der Homöopathie sich „voll entfalten“ und zeigen kann wie gut sie „funktioniert“. Unzählige Diskussionen in der letzten Zeit haben mich allerdings erkennen lassen, dass ich mir mit meiner kritischen Einstellung zur Homöopathischen Behandlung keine Freunde schaffe und das es nur selten gelingt Personen davon zu überzeugen, sich doch wirklich mal ernsthaft mit der Kritik an der Homöopathie auseinander zu setzen. Dazu fehlt den meisten die Lust bzw. das Interesse. (Mich hatte es gepackt... ich wollte meinen "Horizont" erweitern.)
Das Ergebnis in Kurzform: Eine normale Erkältung dauert ca. 7 Tage. Mit Homöopathie nur eine Woche!
Eine Bekannte von mir ist Allergikerin (Birkenpollen). Sie suchte ihr Heil auch in der Homöopathie. Und prompt ließen nach Einnahme der verordneten Globuli sogar die Symptome nach wenigen Tagen nach. Allerdings ließ zeitgleich auch der Pollenflug nach. Ein Schelm, wer böses dabei denkt! Wenn ich also ein paar Globuli in der akuten Phase (Hochphase) der Beschwerden nehme und die Beschwerden lassen dann wenige Tage später nach.... haben dann angeblich die Globuli geholfen. Man nennt das Nonsens- oder Schein-Korrelation. Denn nur weil zwei Dinge gleichzeitig passieren, müssen sie nicht zwangsläufig in Wirkung zueinander stehen.
Mir gefällt der Vergleich mit dem Auto von Wolfgang Vahle auch sehr gut.
Auszug: „Wenn also zum Beispiel mein Auto weiterfährt, obwohl ich die ganze Seifenlösung aus dem Scheibenwaschtank heraus verdünnt habe, ist das eben gerade kein Beweis dafür, dass Seifenlösung der stärkste Treibstoff der Welt ist, weil das Auto sogar noch ohne sie fährt. Das ist vielmehr ein Beweis dafür, dass die Seifenlösung nichts mit dem Treibstoff zu tun hat. Die Homöopathie erblickt aber gerade in solchen Gedankenspielen einen "Beweis" für die hohe Wirksamkeit der Arzneimittel, wenn diese, ohne anwesend zu sein, noch wirksam sind.“
Zum Gedächtnis des Wassers
Der "IQ" des Wassers scheint äußerst mysteriös zu sein. Die wichtigen Informationen bleiben nämlich erhalten, (z.B. Cherry Plum und Co.), die ehemaligen, z.B. Lösungsmittel, Fäkalien etc., hat es aber vergessen. Und ohne Wirkstoff soll die „geistige“ Information etwas bewirken. Was ist geistige Information? Nebulöser geht es ja wohl nicht.
Ben Goldacre : “Woher weiß ein Wassermolekül, dass es alle anderen Moleküle vergessen soll, die es zuvor gesehen hat? Woher weiß es, wann es meinen Bluterguss mit seiner Erinnerung an Arnika und nicht etwa mit der Erinnerung an Isaac Asimovs Fäkalien heilen soll?“
Das Zitat stammt aus seinem Buch "Bad Science" Der deutsche Titel : Die Wissenschaftslüge: Wie uns Pseudo-Wissenschaftler das Leben schwer machen
„In einer Pressemitteilung berichtete die Universität Leipzig, dass die Apothekerin Franziska Schmidt, Prof. Wolfgang Süß und Prof. Karen Nieber den mit 10.000 EUR dotierten Hans-Heinrich-Reckeweg-Preis 2003 erhalten haben. Es sei ihnen gelungen, so die Mitteilung, anhand objektiver Parameter den Nachweis zu führen, dass die Kontraktion von Muskelpräparaten durch die homöopathischen Verdünnungen von Belladonna, einem Präparat aus Tollkirschen, auch dann noch gehemmt wurden, wenn die Lösungen so weit verdünnt waren, dass keine Wirkstoffmoleküle mehr vorhanden sein konnten. Dieser Effekt konnte nur dann beobachtet werden, wenn die verdünnten Lösungen nach den Regeln der Homöopathie durch Schütteln hergestellt wurden.“
Aber....
Arbeit zurückgezogen !
Mittlerweile haben die Autoren der Arbeit - nach einer Denkpause - Fehler bei der Versuchsdurchführung und Auswertung eingestanden. Insbesondere fehlten notwendige Kontrollversuche und nicht alle Daten wurden in die statistische Auswertung einbezogen. Die Mitteilung in der Zeitschrift Biologische Medizin wurde zurückgezogen, der Preis zurückgegeben. Damit muss ein weiterer Versuch, die Wirkung von homöopathischen Verdünnungen in vitro nachzuweisen, ad acta gelegt werden.
Zu Jacques Benveniste (französischer Mediziner) Laut Benveniste beeinflussen Antigene über einen „Gedächtniseffekt“ des Wassers weiße Blutzellen (Leukozyten). Ein Bericht über diese, besonders für die Homöopathie bahnbrechend erscheinende Neuigkeit wurde 1988 sogar im renommierten “Wissenschaftsmagazin Nature” abgedruckt und zog einen jahrelangen Streit nach sich. Allerdings gelang es Forschern auf der ganzen Welt nicht, den Effekt im Experiment zu bestätigen. Mehr noch: Unter der Aufsicht des Nature-Chefredaktors John Maddox und des amerikanischen Pseudowissenschaften-Gegners James Randi gelang es Benveniste selbst nicht, seine eigenen Ergebnisse zu wiederholen.
Das endgültige Aus für Benvensites These vom „Gedächtnis des Wassers“ kam in Gestalt des als offen und unvoreingenommen geltenden Physikers und Nobelpreisträgers Georges Charpak: Dieser schlug Benveniste eine Serie von Experimenten vor, die dann unter seiner Aufsicht durchgeführt wurden. Das Ergebnis dieser Versuche war für Benveniste niederschmetternd: allenfalls zufällige Wirkungen konnten nachgewiesen werden. 1995 konstatierte Charpak abschließend, dass benvenistes „Wassermanipulationen“ keinerlei nachweisbaren Effekt hätten.
1997 beauftragt die Zeitung Le Monde einen Reporter, so lange zu recherchieren, bis der Streit um Benvenistes Versuche endgültig entschieden sei. Nach monatelanger Arbeit kommt Eric Fottorino zu keinem eindeutigen Schluss: Die Betrugsvorwürfe gegen Benveniste seien nicht eindeutig belegt. Es bleibe die Möglichkeit, dass Benvenistes Behauptungen wahr seien – oder dass er einem Artefakt aufgesessen sei.
Zur vermeintlichen Hilfe kam....
Madeleine Ennis
Das „Gedächtnis des Wassers“ spukte ja ständig in den Hinterköpfen der Wissenschaftler/Mediziner weiter. Im Jahr 2001 berichtet die Pharmakologin Madeleine Ennis von der University of Belfast, auch sie habe mit hoch verdünnter Flüssigkeit biologische Wirkungen erzielt. Das ruft prompt die alten Kritiker auf den Plan: Der Magier James Randi, der mittlerweile einen Preis von einer Million Dollar für den Nachweis jeglicher „paranormaler, supernatürlicher oder okkulter“ Kräfte ausgesetzt hat, trommelt gemeinsam mit der BBC-Wissenschaftssendung Horizon renommierte Forscher zusammen und wiederholt unter Aufsicht der Royal Society Ennis’ Versuche. Ergebnis: keinerlei messbare Wirkung.”
Alle Wissenschaftler, die sich sicher waren, haben kläglich versagt.
Und wer nun Homöopathie kritisch sieht, den packen Homöopathen gerne automatisch in die Schublade "Chemie-Anbeter". Der Hinweis auf die böse "Schulmedizin", kommt meist wie aus der Pistole geschossen.
Da frage ich mich: Wo wären wir heute, wenn es die evidenzbasierte Medizin nicht gäbe. Vermutlich würden wir immer noch zur Ader gelassen, bekämen gleichzeitig Flüssigkeitsentzug uvm. Dass auch in der Schulmedizin nicht alles in Ordnung ist, ist auch für mich kein Geheimnis. Dass so manche Pharma-Firmen „Dreck am Stecken“ haben und profitorientiert sind, ebenso wenig.
Aber nun alles zu verteufeln.... das geht einfach zu weit. Es gibt Pfuscher überall, richtig, auch Mediziner mit Approbation sind da keine Ausnahme. Aber Jahrhunderte wissenschaftliche Forschung nun mit dem Glauben von Homöopathen zu vergleichen, halte ich für nicht angebracht. Und es macht die Alternativmedizin (hier Homöopathie) ja nicht besser, nur weil es in der Schulmedizin auch Pfuscher gibt.
Wissenschaft bedeutet u.a. Daten, Fakten, Zahlen, Experimente. Und vor allen Dingen Kontrolle. Wie werden beispielsweise "Heiler" kontrolliert, die falsche oder gar wirkungslose Medikamente verteilen? Wie findet hier eine Qualitätskontrolle statt? Ärzte studieren jahrelang, müssen Praktika unter Aufsicht ausüben.... usw. Dem gegenüber reichen schon (minimal gesehen) ein Schulabschluss, polizeiliches Führungszeugnis, Grundkenntnisse in Anatomie, Pathologie usw., sowie eine mündliche und eine schriftliche Prüfung beim Gesundheitsamt.
Für mich ein Doppelstandard....der sowieso nicht sein dürfte.
Ein Tierheilpraktiker braucht im Prinzip gar keine Prüfung, denn die Ausübung ist gesetzlich nicht geregelt.
Und die Medikamente? Für die Zulassung muss die Wirksamkeit und die Unbedenklichkeit jedes neuen Medikamentes nachgewiesen werden.
Ich glaube nicht, dass mir jemand eine alternative Heilmethode nennen kann, die bei erwiesener Unwirksamkeit oder Schädlichkeit verschwunden ist. Bei richtigen, konservativen Behandlungsmethoden und Medikamenten passiert so etwas aber häufig. Da heißt es dann ganz fix: "Zulassung erloschen!"
Noch ein Gedankengang: Vielleicht liegt ja das Übel darin, dass in der Regel im Krankenhaus gestorben wird. Unter Umständen wurde der Patient aber zuvor von einem Alternativmediziner/Heilpraktiker behandelt. Das Krankenhaus bzw. die Schulmedizin wird dann aber dafür verantwortlich gemacht. Zuvor hat der Verstorbene vielleicht wirkungslosen Zucker zu sich genommen, weil er daran glaubte, das ihn dieser heilen könnte, und daher auf eine echte medizinische Behandlung verzichtet, bis die Organschädigung so weit fortgeschritten war, dass eine Heilung nicht mehr möglich war. Schuld dürfte in solchen Fällen aber die Schulmedizin bzw. das Krankenhaus sein, weil der Patient dort gestorben ist.
Erst vor kurzem hatte ich eine Diskussion mit einem Homöopathen, der mir mitteilte, dass noch keiner an Globuli gestorben sei. Ich hatte ihm dann diesen Link genannt. http://whatstheharm.net/homeopathy.html Die Dunkelziffer dürfte rein theoretisch immens sein, man sieht nur nicht immer einen Zusammenhang.
Einziger positiver Aspekt ist für mich der Zeitaufwand, den die HP und THP betreiben. Lieschen und Otto freuen sich, wenn da mal jemand richtig zuhört,...man fühlt sich dann gleich besser. Es wäre wünschenswert, dass in der Human- und Veterinärmedizin mehr Zeit für die Patienten / Patientenbesitzer zur Verfügung stünde.
Ganz wichtig ist deutlich darauf hinzuweisen, dass „similia similibus“ nicht bedeutet Gleiches mit Gleichem, sondern Ähnliches mit Ähnlichem. Die Homöopathen legen da wirklich Wert drauf! Logische Sache, denn dann kann man sich besser bei der Repertorisierung heraus reden. Gibt ja verschiedene Kügelchen/Tabletten für ein und das selbe Problem/Erkrankung/Beschwerden....also sollte es ähnlich sein.
Repertorisierung = Auswahl des als geeignet empfunden homöopathischen Mittels aufgrund Symptome, Empfindungen, Individualität des Patienten, Biografie usw. und der Potenzierungsstufe laut geltender Lehre und eigener Repertorisierungsqualität = Eigene Interpretation, führt. Hierfür wird ein Nachschlagewerk, die Materia Medica (Bibel der Homöopathen) verwendet. (Kopf bis Fuß Schema...eingeteilt in Kapitel und nach Wichtigkeit und Gutdünken vom Heilpraktiker bewertet.)
Übrigens: Ein Rohrschachtest ist ähnlich. (Tintenklecks – unterschiedliche Interpretationen von verschiedenen Personen.) Jeder interpretiert das Aussehen eines Tintenklecks auf seine Weise.
Und wenn Globuli X nicht gewirkt hat, dann war es entweder nicht das richtige, oder nicht die richtige Dosierung... Oder sie wohnen in der falschen Stadt... (kein Witz...dafür ist dann die "entschleunigte Lebensweise" der Patienten verantwortlich.) Wenn es relativ schlimm ist wirft man sich oder dem Tier Zuckerkügelchen ein. Wird es noch ein bißchen schlimmer, war es die Erstverschlimmerung, wird es besser waren es natürlich die Globuli. Da kann also nix schief gehen auch wenn es nur der ganz normale Krankheitsverlauf war. Korrelation ist eben nicht gleich Kausalität. Irgendwie sind die Homöopathen immer aus dem Schneider.
Apropos Repertorisierung ! Züchtertag DKBS, Vortrag Homöopathie "Nehmen sie bei Ausfluss der Hündin nach der Geburt Pulsatilla C 30 .....und alles wird gut"....(oder so ungefähr)
Nun gibt es zurückhaltende, offene, hektische, phlegmatische Hündinnen. Und alle haben ihre individuelle Präge- und Sozialisierungsphase hinter sich. Ihre Gewohnheiten, Vorlieben, ihre Aversionen und, und, und... Angeblich fließt das ja bei der homöopathischen Behandlung mit ein und ist enorm wichtig für die "richtige" Globuli-Findung. Wieso wurde dann für alle Hündinnen mit diesem Symptom Pulsatilla C 30 empfohlen? Ist anscheinend doch nicht so wichtig.
Nein...ich glaube ich weiß warum die Patienten am Ende selbst schuld sind, wenn es nicht wirkt!
Aus dem Organon von Hahnemann: (etwas abgekürtzt und unvollständig) Für chronisch Kranke: "Kaffee, chinesischer Kräutertee, Zahnpulver, Biere, Parfümieren, hochgewürzte Speisen und Soßen, Gemüse aus Kräutern und Wurzeln, Selerie, Petersilie, alle Arten Punsch, Zwiebelarten, Gewürzte Schokolade, Zucker, Kochsalz, geistige Getränke, Stubenhitze, Kind säugen, langer Mittagsschlaf im Liegen (in Betten), Lesen in wagerechter Lage, schlafwollene Hautbekleidung, Nachtleben, Unreinlichkeit, unnatürliche Wohllust, Entnervung durch Lesen schlüpfriger Schriften, Onanism oder, sei es aus Aberglauben, sei es um Kinder-Erzeugung in der Ehe zu verhüten, unvollkommner, oder ganz unterdrückter Beischlaf. Leidenschaftliches Spiel, Anstrengung des Geistes und des Körpers..... Alle diese Dinge müssen möglichst vermieden oder entfernt werden, wenn die Heilung nicht gehindert oder gar unmöglich gemacht werden soll. usw...usw... "
Da ein jeder Mensch oder auch Tier (z.B. unterdrückter Beischlaf, leidenschaftliches Spiel) irgendetwas von diesen Dingen - evtl. sogar regelmäßig - macht/anwendet, einnimmt, ist das gleichzeitig ein hervorragendes Alibi, wenn die Homöopathie nicht wirkt.
Also... Wasser trinken, Brot essen, nicht onanieren .... und alles wird gut!
Fragt man Homöopathen nach der Beweisbarkeit und belegt die eigenen Argumente gegen Homöopathie mit Datenmaterial wird man schnell der Missionierung bezichtigt. Ich meine, dass Missionare Glauben ohne Belege verbreiten und das passt dann vielleicht doch besser auf die Homöopathieanhänger. Auch der häufige Widerspruch der Heilpraktiker ist sehr interessant. Die einen meinen „Streng nach Hahnemann“, die anderen sehen das lockerer, denn da darf, soll oder kann Homöopathie mit evidenzbasierter Medizin (Schulmedizin) ruhig parallel laufen. Ja was denn nun? Klassisch oder nicht? Könnten die Homöopathen wenigstens mal einen gemeinsamen Konsens finden? Ist das gut oder schlecht? Wie soll man das bewerten?
Denn immerhin meinte Hahnemann: „§ 52: Es giebt nur zwei Haupt-Curarten: diejenige welche all' ihr Thun nur auf genaue Beobachtung der Natur, auf sorgfältige Versuche und reine Erfahrung gründet, die (vor mir nie geflissentlich angewendete) homöopathische, und eine zweite, welche dieses nicht thut, die (heteropathische, oder) allöopathische. Jede steht der andern gerade entgegen und nur wer beide nicht kennt, kann sich dem Wahne hingeben, dass sie sich je einander nähern könnten oder wohl gar sich vereinigen liessen, kann sich gar so lächerlich machen, nach Gefallen der Kranken, bald homöopathisch, bald allöopathisch in seinen Curen zu verfahren; diess ist verbrecherischer Verrath an der göttlichen Homöopathie zu nennen!“
Ja, ja... göttlich!
Allerdings eine feine Sache, beides anzuwenden... Wird der Patient geheilt, war es die Hömöopathie, wenn nicht, dann ist eben die böse Schulmedizin daran schuld....die alles „blockiert“. (Letzteres schreit doch nach einer „Ausleitung!“ Prima! Das bringt erneut Geld in die Kasse.) Wahlweise aber auch: der falsche Zeitpunkt, das falsche Mittel, die falsche Dosierung ... und bis das richtige Mittel gefunden wurde, vergehen u.U. ein paar Wochen und nicht selten ist man von alleine, (ohne die Wirkung von Globuli), gesund geworden. Verzeihung ich wiederhole mich!
Approbierte Ärzte und Homöopathie
Klare Sache... auf den Zug "muss" man aufspringen und den Mainstream mitmachen, damit man alle Patienten individuell bedienen kann. Die freuen sich, also was soll’s. Solange Medien und z.B. Apotheker Umschau (Rentner-Bravo) so tun, als wäre Homöopathie eine tolle wissenschaftlich bewiesene Sache, so lange wird es auch Menschen geben, die auf diese „sanfte“ Behandlung anspringen, bzw. drauf hereinfallen. „Sag mir was du möchtest, ich verschreibe/verkaufe dir beides!“
Im übrigen habe ich ja auch eigene Erfahrungen. Ich hatte mal sehr starke Zahnschmerzen (natürlich ...wie sollte es anders sein über die Feiertage), nahm zwei Tage lang Belladonna C 30 und Arnica C 12 ein .... Wirkung gleich Null. (Und damals sah ich Homöopathie noch nicht kritisch!) Dann pfiff ich mir schließlich eine Ibuprofen rein...und ruckzuck war ich die Schmerzen los.
Das böse Antibiotika
Wie oft hört man , dass Antibiotika Symptome „nur“ unterdrückt. Nehmen wir als Beispiel eine Lungenentzündung. Und seltsam... der Mensch überlebt oft die Erkrankung! Ist doch eigentlich erstaunlich. Im Umkehrschluss bedeutet das nämlich, dass nach absetzen der AB (Unterdrückung), die Lungenentzündung einfach wieder aufflackern müsste. Das tut sie aber in der Regel nicht. Man sollte den Stress, den Schmerzen verursachen und die damit verbundene Schwächung des Immunsystems nicht außer Acht lassen. Selten greife ich zu Antibiotika, aber ich behalte es mir immer als mögliche Option vor. Doch extreme Homöopathen hassen Antibiotika wie der Teufel das Weihwasser.
Ich stimme jedem zu, der meint, dass zu schnell und zu viel Antibiotika eingesetzt wird und das sich daher auch Resistenzen gebildet haben. Ich möchte aber nicht wissen, wie viele Menschen das von ihrem Hausarzt einfordern, weil ihnen der Heilungsprozess auf herkömmlichen Wege zu langsam geht.
Aber auf Chemie bzw. auf Evidenzmedizin verzichten würde bedeuten, dass wieder Krankheiten und Seuchen einziehen würden. Robert Koch, Paul Ehrlich, Louis Pasteur, Ignaz Semmelweis sind nur ein paar der Mediziner, denen wir Menschen zu Dank verpflichtet sind.
Hahnemann wusste zu der Zeit, als er behandelte und publizierte noch nichts von Krankheitserregern, sie waren ja noch gar nicht entdeckt. Es gab noch keine aussagefähigen Mikroskope. Um so verrückter finde ich, dass man heute, über 200 Jahre später immer noch an seinen Lehren und den Miasmentheorien festhält. Dabei hatte Hahnemann zu seiner Zeit schon jede Menge Kritiker.
Die immer wieder angeführte Cholera-Epidemie, bei der Hahnemanns Patienten überlebten, ist nur ein Beweis dafür, dass zur Ader lassen und Wasserentzug den menschlichen Organismus schneller dahinraffen lässt. Hahnemann gab seinen Patienten Flüssigkeit und ließ sie nicht zur Ader. Die andere Gruppe musste dursten und Blut lassen.
Und um die eigenen Erfahrungen geht es ja bei den Homöopathen oder Homöopathie-Anhängern. „Mir hat’s geholfen!“
Und so lange die Argumente der Homöopathen bzw. der daran Gläubigen ("Glaubulis") geprägt sind von eigenen Erfahrungen, die nicht aufgrund von belegbarem Datenmaterial, geschweige denn von irgendwelchen randomisierten Doppelblind-Studien gemacht wurden, bleibt es höchstens eine Hypothese...Und diese wird zum Anlass genommen, einer Zuckerkugel eine heilende Wirkung zu attestieren. Dabei sind Erfahrungen sind im Hinblick auf die Beweisbarkeit einer Wirkung vollkommen unerheblich, denn es sind selektive Wahrnehmungen, die nicht kontrollierbar sind. Es gab bisher keine reproduzierbare Studien. Das ist Fakt.
Mir fielen die vielen Widersprüche der Homöopathen auf und habe mich mehr als einmal gefragt, ob anderen es auch so geht. Beispiele: Dr. Peithner KG, Vertreterunternehmen für "Ganzheitsmedizin"
"Damit die homöopathischen Mittel auch richtig wirken, gilt: Niemals in nächster Nähe von elektromagnetischen Feldern lagern. "Stellt man die Globuli zum Beispiel auf die Mikrowelle oder tut sie zum Handy in die Handtasche sind sie nach einer Stunde unwirksam", wies Peithner hin“
Aha.... aber wie ist das dann mit den Handy-Globuli und den Mikrowellen-Globuli ?
Bei Remedia kann man die in C- und LM bzw. in C – Potenz bestellen
http://www.remedia.at/homoeopathie/Handy/a5275.html
http://www.remedia.at/homoeopathie/Microwave/a5123.html
Noch ein Beispiel:
Firma Remedia unter „Häufige Fragen“ Was ist von Mittelmischungen oder Verabreichung mehrer Mittel gleichzeitig zu halten? Antwort: Je gezielter ein Impuls gegeben wird umso besser ist die Wirkung. Es können zwar Mittel hintereinander aber nicht zusammengemischt verabreicht werden.
Seltsam.... da die Firma Komplexmittel herstellt/mischt und verkauft
http://www.remedia.at/homoeopathie/Lanthan-Komplex-A/a4994.html
Ich finde das wirklich haarsträubend !
Der kollektive Suizidversuch der Skeptiker in Großbritanien 2010 scheiterte. Mit unzähligen Globuli Belladonna C 30 gelang noch nicht mal eine leicht einschläfernde Wirkung. Im Gegenteil, die Skeptiker hatten jede Menge Spaß am dem Tag und waren hellwach.
Über die kürzliche Meldung, dass britische Politiker die Homöopathie verbieten wollen, habe ich mich sogar gefreut: “Ein Ausschuss des britischen Unterhauses kommt in einem 275-seitigen Gutachten zu dem Ergebnis, dass die Homöopathie nichts weiter als ein Placebo sei. Der Gesetzgeber wird aufgefordert, die Mittel aus dem Leistungskatalog des staatlichen Gesundheitsdienstes (NHS) zu streichen“.
Immerhin zahlen unsere Krankenkassen jährlich 4 Milliarden Euro für alternative Behandlungsmethoden, deren Wirkung nicht bewiesen ist. Dazu zählt nun mal auch die Homöopathie.
Mich würde das Thema gar nicht jucken, würden nicht Kleinkinder und Tiere von Laien „therapiert“.
Nicht selten schadet Homöopathie. Nämlich immer dann, wenn selbsternannte und / oder inkompetente THP/HP oder Mutti’s sich anmaßen Diagnosen zu stellen, und anfangen mit diversen Globuli an Tieren und Kindern herum experimentieren und diese die ganze Zeit über entsetzliche Schmerzen haben, die so gar nicht sein müssten.
Das fängt beim Fieberkrampf an, der lt. Heilpraktiker immer unbedenklich ist und hört beim „Platzbauch“ einer Katze (Diagnose: Lieschen-Müller-Heilpraktikerin-Ich-AG) „Gutartige GesäugeZyste“ , die sich im Nachhinein als bösartiger Tumor erwies, noch lange nicht auf. Da werden schon frühzeitig Kinder auf's „Pillen schlucken" konditioniert.
Mein Neffe ist bestes Beispiel. Er vergaß bei einem 3-Tage-Besuch die diversen Globuli mitzubringen und bekam deshalb regelrecht Angst, was nun alles ohne seine Pillen geschehen würde. (Gar nichts, der Knabe blieb mopsfidel.)
Zitate aus dem Buch „Krankheit als Sprache der Kinderseele, Dahlke, Kaesemann:
„Fast immer ist nach durchstandener Kinderkrankheit ein Entwicklungsschritt zu erkennen: Das Kind wird mehr es selbst, wird zur Persönlichkeit.“
„Die Höhe des Fiebers ist relativ belanglos“
Ein Fieberkrampf ist für das betroffene Kind in der Regel harmlos und hat keine Beeinträchtigung der Gesundheit zur Folge.
In früheren Zeiten gehörte ein Einlauf, noch vor den bekannten Wadenwickeln, immer zu den ersten Behandlungsmethoden, oft schon nur bei Unwohlsein
Unterdrückende Maßnahmen wie etwa die äußerliche Behandlung von Hautausschlägen oder das Senken von Fieber sind unbedingt zu unterlassen, da sie zu Nebenwirkungen oder Folgeerkrankungen führen können.
Rene Gräber aus www.naturheilt.com: “Häufig hört man, dass eine Mittelohrentzündung wegen der Gefahr des Gehörverlustes immer Antibiotika-Behandlung braucht. Dies ist im Prinzip möglich, dennoch sehe ich so viele Kinder, die mehrmals im Jahr wegen einer Mittelohrentzündung mit Antibiotika behandelt werden und gerade dadurch in deren Immunlage weiter geschwächt werden. Durch eine rechtzeitig eingeleitete alternative Therapie ist jede Form einer Mittelohrentzündung zu beherrschen...... Eine Entzündung ist immer ein sichtbar gewordener Konflikt und spielt sich natürlich demzufolge im Ohr ab: Krankheit macht ehrlich!”
Für mich klingt das wie Hohn. “Wenn aus dem Ohr gelbes Sekret (Eiter) fließt, nehmen Sie um 9 Uhr und um 16 Uhr je 1 Tablette Silicea D6 unter die Zunge und lassen sie zergehen.”
Beispiele in Sachen Tiere
In einem Internet Katzenforum stieß ich auf eine üble Geschichte. Heilpraktikerin Lieschen Müller – Da werden sie geholfen – oder auch nicht !
Eine Besitzerin wollte ihrer Katze den Stress beim Tierarzt erstmal nicht zumuten. Ihre anfängliche Diagnose lautete gutartige Gesäuge-Zyste. Selbst "Heilpraktikerin" dokterte sie eine Woche lang homöopathisch herum, entschied sich dann doch für den Besuch beim Tierarzt, dieser wiederum für eine OP. Und während dieser stellte sich heraus, dass es doch nicht so harmlos (gutartig) war, denn er fand einen bösartigen Tumor vor. Wochen später wurde das Tier dann eingeschläfert.
Auszug: (übernommen mit den Fehlern in Interpunktion, Rechtschreibung)
Anfang des Berichts:
„meine ca. 10jährige Katze hat jetzt zum 2. Mal eine Gesäugecyste. Beim 1. Mal ist die Cyste vom TA punktiert worden. Da ein TA-Besuch aber immer mit fast tödlichem Stress für die Katze verbunden ist, habe ich diesmal abgewartet, ob ich homöopathisch was erreichen kann.
Vor 10 Tagen habe ich ihr Sil gegeben; darunter ist die Cyste minimal größer geworden. Daraufhin habe ich ihr vor 6 Tagen Conium gegeben. Inzwischen ist die Cyste etwa pflaumengroß und sehr prall. Heute Abend trat erstmalig etwas Flüssigkeit aus (fleischwasserfarben).
Sie lässt es sich nur ganz selten gefallen, dass ich sie mal abtasten kann. Es ist eine "halbwilde" Katze mit einer sehr üblen Vorgeschichte; habe sie übernommen, als sie ca. 5 Monate alt war.
An ihrem Verhalten hat sich im Zusammenhang mit der Cyste nichts verändert. Bewegung normal, scheinbar keine Schmerzen, liegt auf dem Bauch und tobt auch wie üblich rum. Fressen unauffällig.
Hättet Ihr noch eine Idee - außer TA, zu dem gehe ich, wenn sich bis Anfang nächster Woche die Cyste nicht von allein entleert hat?“
In der Mitte der vielen Seiten kann man dann u.a. lesen:
„Tja, was mach ich jetzt mit meiner "Raubkatze"? Riskier ich, dass die Zyste platzt und hab' Vertrauen in ihre Selbstheilungskräfte? Wenn ich den Eindruck hätte, dass sie in irgendeiner Form leidet - Schmerzen hat, wär ich schon längst wieder beim TA mit ihr gewesen. Aber sie ist absolut unauffällig...“
und
„ja, da hast Du Recht! Weißt Du, in den letzten Tagen habe ich manchmal gedacht, wenn ich nicht so homöopathisch ambitioniert wäre, wäre ich schon längst beim TA mit ihr gewesen. Punktion...und vorbei wär der Spuk.“
Viel zu spät wurde die Katze endlich zum Tierarzt gebracht...und operiert.
Am Schluss ist dann folgendes zu lesen / Ende des Berichts/Ende Katze:
„Als ich gestern nach meinem Dienst nach Hause kam, fand ich meine kleine Katze Ellis mit einem Platzbauch vor. Das Peritoneum (das innere Bauchfell) war durch die Bauchdecke direkt neben dem perforierten Tumor nach außen getreten. Und sogar damit versuchte sie immer noch rumzulaufen. Ich habe ihr dann Ars C 10000 verkleppert wieder um's Mäulchen gestrichen. Nach 1 Std. wurde sie ganz ruhig und ließ sich von mir in den Transportkorb legen. Herzschlag und Atmung waren unverändert stabil und sie drückte ihren Kopf gegen meine Hand.
Gegen meine eigentliche Entscheidung - ich hatte die Hoffnung, dass wir diesen Weg nicht werden gehen müssen - habe ich sie einschläfern lassen.“
Nun erwähne ich hier, welche „Medikamente“ so verabreicht wurden:
Silicea, Conium, Arsenicum, Arconitum, Myristica und Apis.
Nun kann man sagen: "Ja der Tierarzt hatte die Katze ja auch nicht retten können..."
Stimmt! Doch darum geht es mir in erster Linie gar nicht. Sondern um den "Röntgenblick" (Diagnose gutartig) und sinnloses Zeit verstreichen, bis ein Tierarzt sich das dann mal ansehen darf und handeln kann.
Auszug Silvia Margarete Diouani-Hüber Gesundheit für unsere Tiere durch Homöopathie :
Kater Dandy Mein erster Fall war unser Kater Dandy, ein Prachtexemplar. Stattlich sieht er aus mit seinem schwarzen Fell, dem weißen Hals und seinen weißen Pfoten - so, als hätte er immer den Sonntagsanzug mit dem weißen Hemd darunter an.
Es war März 1995. - Drei Wochen humpelte er. Wir konnten keine Verletzung feststellen. Am 22.03. fällt er in einen jämmerlichen Zustand, er frisst nicht und liegt apathisch auf seinem Kissen. Arnika C 200 - 2 Globuli - keine Besserung.
23.03.95: Hypericum C 30 - 2 Globuli -keine Besserung, mir ist die Sache nicht geheuer, ich gehe mit ihm zum Tierarzt. Dieser meinte, es könnte eventuell die Infektion einer kleinen Wunde sein, die keiner von uns bemerkt hat. Dandy hat 41,8°Fieber ( Normaltemperatur für Katzen 38,5°). Zur Sicherheit schlägt er ein Antibiotikum vor. Ich lehne ab, so schwach erscheint er mir denn doch nicht. Mein Sohn, damals 13 Jahre alt, probt den Aufstand. Zum Glück hat der Tierarzt die Bücher von Dr. Günter Wolf gelesen. Doch leider kann der Kater uns nicht erzählen, was er empfindet. Wir repertorisieren gemeinsam (damals noch ohne PC) Kent Bd. II, S. 39, - septisches Fieber -Bryonia alba - drei wertig. Zur Sicherheit gibt mir der Doktor noch seine Privatnummer; es ist Freitag und mein Sohn sehr ängstlich. Damals war ich noch unerfahren in der Homöopathie und Tiere hatte ich noch nie behandelt.
25.03. - keine Besserung, unser Kater ist teilnahmslos hat hohes Fieber. Ich gebe Belladonna D6 zwei Globuli stündlich. Dem Tier geht es etwas besser, aber ich habe das Gefühl, Belladonna ist es nicht.
26.03. - sein Zustand ist sehr ernst, das Fieber nach wie vor hoch Bryonia alba C 30 zwei Globuli.
27.03. - es geht bergauf, der Tierarzt ist zufrieden, mein Sohn skeptisch. Am Abend tritt eine wellenartige Schwellung am Bein auf, es ist dick und sehr heiß.
28.03.: Bohnenartige Erhebungen sind über dem Bein verteilt, die Kinder machen sich große Sorgen, der Tierarzt ist zum Glück der Ansicht, das Schlimmste sei überstanden. Die Helferin fragt, ob er schneiden will, er antwortet: „Wir machen das auf die sanfte Weise."
29.03.: Die „Bohnen" platzen nacheinander auf; es geht ihm deutlich besser.
28.04. (Anm.: DAS IST EIN MONAT SPÄTER!!!!]: Die Wunden sind geheilt, aber Dandy kann mit dem kranken Bein nicht auftreten, einige Wunden platzen wieder auf, Kreosotum C30 für Wunden, die nicht heilen und sich öffnen. Ich bin ziemlich ratlos, kaum verheilt, platzen Wunden wieder auf, ich gebe Kreosotum C200 zwei Globuli. Mein Vater kommt zu Besuch; er meinte, die Wunden sähen ähnlich aus, wie jene, die Dandy vor einem Jahr hatte - er hatte damals tiefe Bissverletzungen am Hals, die problemlos heilten und keines Mittels bedurften. Mir fällt es wie Schuppen von den Augen: Irgendwo habe ich etwas von Biss Verletzungen gelesen - Ledum - schließlich finde ich bei Gerd Witte sogar Ledi als das Mittel bei Folge von Katzenbiß.
08.05.: Ledum C200 zwei Globuli beenden den Fall innerhalb von zwei Tagen.
10.05. Endlich läuft der Kater normal.
12.05. Dandy kommt von seinem erst Ausflug - seit er krank wurde - nach Hause und humpelt. Ich halte den Atem an. Geht nun alles von vorne los? Ich rede mit ihm - keine Sorge, es ist Frühling, der Kater hat sich überanstrengt, er war ja lange außer Gefecht. Eine Gabe Rhus toxicodendron C 30 und alles ist vergessen. ____________________________________________________________
Dieser Kater musste also über einen Monat leiden, weil ihm eine vernünftige Behandlung verweigert wurde. Der schlimme Abszess hatte sich unter der Haut schön ausgebreitet.
Auf solche oder ähnliche Storys und Zitate stoße ich leider immer wieder. Dafür habe ich kein Verständnis.
Warum für reine Zuckerkügelchen mit geistigem Input (oder auch nicht) etliche Euro hinblättern? Im übrigen stimmt es nicht, dass Homöopathische Mittel immer günstiger sind, als herkömmliche Arzneimittel.
Beispiel Kopfschmerzen:
Homöopathisch: Spigelia Pentarkan D 10,66 € 50ml Tropfen * In den ersten 1-2 Tagen stündlich 10-20 Tropfen bis zur Besserung * Nachfolgend 3mal täglich 10-20 Tropfen (Das Kopfschmerzen spätestens nach ein paar Tagen sowieso verschwinden ist nicht wirklich wichtig, oder?)
mit Paracetamol: 1,34 € 20 Tabletten Quelle: DocMorris
Um meine Fragen zu konkretisieren und auf den Punkt zu bringen:
1) Was ist mit dem Wassergedächtnis... wie soll es funktionieren? (Sind Dr. Nils Huse et al. Deppen?)
2) Warum konnte der Chinarinde Versuch Hahnemanns nie reproduziert werden?
3)Was ist mit anderen Stoffen, die beim Verreiben, Verdünnen und Verschütteln einer bestimmten Ausgangssubstanz in Milchzucker und Alkohol-Wasser-Gemisch, auch bei größter Sorgfalt und höchster Sauberkeit des Labors, unzählige Verunreinigungen der Geräte, der Ausgangssubstanz, der Laborluft, der Atemluft, Hautschuppen etc. des Laboranten, die mit verschüttelt und potenziert werden?
Vereinfacht: Woher "weiß" die homöopathische Potenz, auf welchen der vielen Stoffe in dem verriebenen und verschüttelten Gemisch es ankommt?
4) Wie ist das Paradoxem Starke Verdünnung = hohe Wirkung (Homöopathie), im Gegensatz zur Schulmedizin, starke Verdünnung = niedrigere Wirkung zu erklären?
5) Warum zeigen selbst positive Tests/Pseudostudien nie eine deutliche, sehr hohe Wirkung, sondern immer nur marginale Abweichung ins positive?
Und last but not least
6) Wie sieht es aus mit der Moral? Mit einer einzigen Gänseleber werden viele Millionen verdient. Ist das ok? Den Pharmafirmen wirft man ständig Gewinnstreben bzw. Profitgier vor.
Beispiel:
Die 20 Millionen Dollar Ente - "Oscilococcinum C 200" . Die Amis schwören drauf. Das Verhältnis von Leber zur Lösung ist ja 1 zu 10 mit 400 Nullen. Das sieht ausgeschrieben wirklich "beeindruckend" aus.
1: 10, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000,000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000,000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000,000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000,000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000,000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000, 000,000,
(Hoffe mir sind beim kopieren keine Nullen flöten gegangen)
Weitere Beispiele oder es gibt nichts, was es nicht gibt !
Eigentlich müsste jeder Heilpraktiker caninum excrementum C 200, (Hundekot), zur Hand haben, da dies ein Universalmittel gegen: Migräne, Rückenschmerzen, Heißhunger auf Dosenfisch, Bauchbeschwerden bei Schulproblemen, Konjunktivitis, Heuschnupfen (bewährte Heuschnupfen“arzenei“), Bandscheibenvorfall, Hitzewallungen, plötzliches Einschlafbedürfnis uvm. ist.
Vielleicht kann man ja den Kot seines Hundes sammeln und an die Herstellerfirmen z.B. Remedia oder Helios Homoeopathic Pharmacy verkaufen. Zwei Fliegen mit einer Klappe! Beseitigung der Tretminen und Sponsoring der Firmen. Bei der derzeitigen weltweiten Wirtschaftskrise doch eine gute Sache, oder? Allerdings drängt sich mir auch gleich die Frage auf, ob es sich dabei um die Sch... Pardon...Hinterlassenschaft von “gebarften” (B a r f = biologische artgerechte rohes Futter) Hunden handeln muss, oder ob die von Vierbeinern, welche mit Industriell hergestellter Fertignahrung ernährt wurden, auch akzeptabel ist ?!
Plutonium nitricum ist allerdings schon der Kracher. „Angst und Panik, existentielle Bedrohungsgefühle“.- Sollte ich vielleicht den Eichhörnchen-Babys geben.
Oder sollte ich das selbst mal probieren, um „erleuchtet“ zu werden? (Von innen heraus "strahlen"!)
(Wo haben die den radioaktiven Ausgangsstoff nur her? ) Remedia schreibt, dass sie es über Helios Homoeopathic Pharmacy bekommen. Die wiederum haben es aus einem französischen Labor.
http://www.remedia.at/homoeopathie/Plut ... neinr=2954
Radium Brom. beziehen Apotheken u.a. bei der DHU. Bei Remedia steht bei Ausgangsstoff nichts geschrieben, in einem Apotheken-Online Shop ist aber zu lesen, dass es nicht versendet, aber abgeholt werden darf.
Wie kommt Helios Homoeopathic Pharmacy an den Ausgangsstoff heran? Wirklich aus einem Labor ? (welches ?). Oder doch durch Anruf beim nächstgelegenen AKW? „Wir bräuchten für unsere Globuli und Tabletten ein wenig Plutonium...Radium ist auch fast alle.“ Sollen wir es abholen, oder schicken sie es per Post ?“
Als Anwendungsgebiete las ich u.a. Akne. Mir fallen dabei die Betroffenen von Tschernobyl ein, die durch die radioaktive Strahlung auch unter Hautausschlägen litten. Ich finde das makaber. Nun ja...
Und wie wird dieser doch recht brisante Ausgangsstoff potenziert ??? Wer ist da so ähm... Lebensmüde ?
Ich hatte eine Anfrage an DHU gesendet, aber leider keine Antwort erhalten. Inzwischen kann man es aber auf deren Homepage nachlesen... sehr kurios.
Über die Anwendungsgebiete und heilende Wirkung des „TDM Mülleri C 30“ konnte ich zwar nicht finden, schätze aber, dass es bei Depression - verursacht durch chronischen Geldmangel - das homöopathische Mittel erster Wahl sein könnte.
Ach halt...ich vergaß ! Ähnliches mit Ähnlichem. So müsste es doch vielleicht das geeignete Homöopathikum sein, wenn man unter Depressionen leidet, weil man sehr reich ist ... Oder verwechsel ich da gerade etwas?
http://www.remedia.at/homoeopathie/Eint ... zneinr=833
Mich würde allerdings interessieren, ob die Glubuli inzwischen auch mit Fünfhundert Euro Scheinen hergestellt werden. Kommen wir nun zum Hauptargument der Homöopathen: (Wenn sie so gar nicht mehr weiter wissen)
„Die Existenz Gottes kann auch nicht bewiesen werden, aber es gibt „Ihn“.
Nun... dazu fällt mir einem nichts mehr ein! Das sehen Atheisten aber anders. Und auch Agnostiker sind sich da nicht sicher. Doch halt!
Evtl. sollte der ein oder andere Homöopath auf ein anerkanntes homöopathisches "Medikament" namens VACUUM C 200" (Gibt es bei Remedia für 9,55 Euro/30 g.) zurückgreifen. Allerdings teuer für Vakuum, vor allen Dingen, wenn es auch noch verdünnt ist ! Vielleicht weil es mit der Mehrglasmethode hergestellt wurde? Ansonsten könnte evtl. gegen Blockaden im Kopf auch murus berlinensis C 30 (Berliner Mauer- Globuli), helfen, um nachzuvollziehen, worum es den Kritikern geht. Zur Zeit noch nicht in Deutschland erhältlich, die Briten sind uns da eine Nase voraus. Ich bin mir aber sicher, dass es nur eine Frage der Zeit ist, wann man dieses Betongemisch auch in Deutschland in der Apotheke bekommt.
Da mir kürzlich der Zucker ausging und ich meinen Kaffee nun mal gerne gesüßt trinke, nahm ich alles an Globuli, was man mir für uns und unsere Tiere irgendwann mal gegeben hatte und schüttete sie in den Kaffee. (Das waren: Cina C 30, Arsenicum Album, Petroleum, Belladonna C 30, Arconitum, Calcium Carbonicum D 12, Drosera C 30, RV 25, Naya D 10, Tuberculinum D 30, Cuprum, Platinum C 30;, Rhus Tox., Artemisia, Sulfur C 30. (Bei einigen war die Potenz nicht mit vermerkt, oder nicht mehr lesbar.)
Meine Befindlichkeiten haben sich daraufhin weder gebessert noch verschlechtert.
Warum etwas so lange verdünnen/potenzieren, bis der eigentliche Wirkstoff futsch ist, wenn doch die Möglichkeit für jedermann besteht, auf normale Pflanzenheilkunde zurück zugreifen?! Warum nicht Tee's, Sud, Umschläge, Tinkturen etc. benutzen, die aufgrund von Inhaltsstoff tatsächlich wirken können/werden? Es gibt sehr gute Literatur darüber. Ich nehme keine Kamille Globuli, (z.B. Chamomilla D 12), sondern die Blüten, trockne sie, mache Tee daraus usw. Innerlich oder äußerlich anzuwenden...je nach dem, worum es geht. ( Natürlich muss man um die Anwendung und Toxität bei zu starker Konzentration bescheid wissen. Dafür habe ich aber gute Literatur.) Ringelblumentee zur Wundreinigung usw. Ich nehme keine Propolis D 12 Kügelchen, sondern das Pulver direkt vom Imker. (Bekommt meinen Haustieren, den Hörnchen-Babys und uns ausgezeichnet.) Ich nehme und gebe nix verdünntes, wo nachweislich nix mehr drin ist.
Folgendes Zitat fand ich genial: Je potenzierter, desto nichtser !
Auch wenn es grammatikalisch nicht korrekt ist, mir gefällt es!
Fazit: Phytotherapie (Pflanzenheilkunde): Ja, gerne ! - Homöopathie: Nein Danke !
Quellen: Siehe Links u. Wikipedia Gwup EsoWatch Deutsches Ärzteblatt http://www.bundesaerztekammer.de/downloads/Alternativpdf.pdf who
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