updated: 13.05.10

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Impfungen im Visier
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Längst gibt es Studien die belegen, dass jährliche Wiederholungsimpfungen nicht notwendig sind um einen Immunschutz zu gewährleisten.
Und aus der Ärzteschaft im In- u. Ausland gibt es immer häufiger kritische Stimmen dazu:
Eine kleine Auswahl hier:

Gilchrist, A, 1991
„Impfen bedeutet nicht immer zu immunisieren“

Dr. W. Jean Dodds, Immunologe, Santa Monica 1999:
„Nachgewiesen ist die Prädisposition einiger Hunderassen für adverse Impfreaktionen“

Hogen, Esch:
„Zu Autoimmunerkrankungen durch Impfungen ist noch weitere Forschung notwendig”“

Toman 2002,Safra 2000
„Forschung zu den generellen Auswirkungen von Impfungen auf das Immunsystem des juvenilen Tieres ist notwendig“

Prof. Dr. Uwe Truyen: (Gespräch mit DPT- Öfter, weniger oder gar nicht impfen-)
“Wie unsere Untersuchungen gezeigt haben, gibt es zumindest bei der Impfung gegen Parvovirose und Staupe beim Hund keinen 100%igen Impfschutz.“.......“Auch wenn es gewichtige Gründe gäbe, das Impfschema zu ändern, die Tierärzte draußen müssen davon überzeugt sein, dass die Änderungen begründet sind. Man kann nicht einfach jahrelang durchgeführte Impfschemata von heute auf morgen umwerfen.“
(Anmerkung: “Warum nicht”?)

Prof. Uwe. Truyen (Interview mit „Der Hund“)
„Die Impfung gegen Leptospirose sollte vermieden werden“........“Zwingerhustenimpfung halte ich ebenfalls für unnötig. Entscheiden für den Schutz vor Zwingerhusten ist nicht die Impfung, sondern die Art der Haltung“
.

Aus einer Veröffentlichung des Veterinary Vaccinology:
Ein erkanntes Problem bei Staupe-Impfungen, besonders bei denen, die sich in Hundezellkulturenvermehren ist das gelegentliche Auftreten von Impf-Enzephalitis”. ........“die Hundezell-angepassten Impfungen sollten nicht bei Welpen, die jünger als 10 Wochen sind, injiziert werden, da das Risiko der Impf-Enzephalitis sehr hoch ist”
.

Prof. Roland Friedrich(1), Virologe an der Universität Giessen, (Gastkommentar Expertenkommission):
„Jährliche Impfungen sind überflüssig”

T. R. Philipps / R. D. Schultz ((Kirk's Current Veterinary Therapy, 1992):
"Eine Praxis, die vor vielen Jahren einsetzte und der es an wissenschaftlicher Gültigkeit oder Rechtfertigung mangelt, sind jährliche Wiederholungsimpfungen. Für jährliche Revakzinierungen besteht fast ohne Ausnahme keine immunologische Notwendigkeit. Immunität gegen Viren hält über Jahre oder das ganze Tierleben lang an. Eine wirksame Impfung gegen die meisten bakteriellen Krankheitserreger ruft ein immunologisches Gedächtnis hervor, das über Jahre anhält und es dem Tier ermöglicht, eine protektive anamnestische (sekundäre) Antwort zu entwickeln, wenn es virulenten Organismen ausgesetzt ist. Einzig die Immunantwort auf Toxine erfordert Auffrischimpfungen (zum Beispiel wird die Tetanustoxin-Auffrischung alle sieben bis zehn Jahre empfohlen). Toxin-Impfstoffe werden aber bei Hunden und Katzen gegenwärtig gar nicht verwendet."

Professor Niels C. Pedersen (University of California, Davis - Proceedings of the American Animal Hospital Association, 1997):
"Viele Veterinäre und eine noch größere Zahl von Patientenbesitzern bezweifeln zunehmend die medizinische Grundlage für die routinemäßigen jährlichen Impfungen der Haustiere, und das mit Recht! Die Praxis ist nicht zu verteidigen, warum also sollen wir darüber noch länger diskutieren oder das Thema ignorieren?"

Professor Alice Wolf (Texas A & M University, Austin, - Veterninary Proceedings, 1998):
"Kinder oder Erwachsene werden nicht jährlich neu geimpft, und es werden auch keine Titer gemessen, um zu bestimmen, ob sie noch einen angemessenen Schutz haben. Die Erfahrung hat gezeigt, dass das der Fall ist. Humanimpfstoffe sind nicht anders als Tierimpfstoffe, und das Immunsystem von Hund und Katze ist auch nicht anders als das Immunsystem des Menschen."

Professor Fred W. Scott (Cornell University, Ithaka):
"Die Impfstoffhersteller sollten ihre Vakzinen auf die längere Dauer des Immunschutzes hin testen und in ihren Empfehlungen auf dem Beipackzettel eine realistischere Dauer des Immunschutzes angeben." (Feline Practice, Juli/August 1997
)

Prof. Dr. Marian Horzinek, Universität Utrecht (Auch wissenschaftlicher Beirat der Veterinärmedizinischen Universität Wien):
"Es ist die wissenschaftliche Einsicht, die einem sagt, es ist nicht notwendig, jährlich zu impfen, man könnte mit längeren Intervallen arbeiten. Aber weder der Tierarzt, der gerne seinen Klienten einmal pro Jahr sehen will, noch die Impfstoffwerke haben ein Interesse daran, weniger häufig zu impfen." (WDR-Interview, gesendet im Januar 2001)

Prof. Dr. Marian C. Horzinek:
"Bis vor wenigen Jahren war man der Meinung, Impfungen schadeten nie. Auch wenn sie vielleicht nicht nützen, stellen sie zumindest keine Gefahr dar. Inzwischen wissen wir, dass das nicht so ist." (WDR-Interview, Januar 2001)

Prof. Dr. Marian C. Horzinek:
"Die jährliche Vakzinierung gegen alles und jedes ist eher Folklore." (Tierarztkongreß Düsseldorf, November 2000)

Prof. Dr. Marian C. Horzinek:
"Immunität gegen Masern hält lebenslang, und ich weiß von keinem Veterinär, der von seinem Hausarzt eine jährliche Masernimpfung verlangt. Aber die meisten Kleintierärzte in Europa revakzinieren Hunde jährlich gegen Staupe, und Staupe ist nichts anderes als Hundemasern." (Veterinary Vaccines and Diagnostics, 1999
)

Professor Ronald D. Schultz (University of Wisconsin, Madison):
"Meine eigenen Haustiere werden als Welpen ein- oder zweimal geimpft und dann nie wieder, mit Ausnahme der Tollwut-Impfung, die alle drei Jahre gegeben wird, seit ein Drei-Jahres-Produkt erhältlich ist. Ich verfahre nach diesem Programm seit 1974, und es ist weder bei meinen Haustieren noch bei den Haustieren meiner Kinder und Enkel jemals eine Infektionskrankheit aufgetreten." (Veterinary Medicine, 1998)

Schultz:
"Die Empfehlung zur jährlichen Auffrischung war nicht durch wissenschaftlich fundierte Studien belegt, und man wird für viele der gebräuchlichen Produkte in der Literatur auch keine Veröffentlichungen finden, die die Notwendigkeit der jährlichen Impfung nachweisen." (Veterinary Medicine, März 1998)

und...
“Bis vor wenigen Jahren war man der Meinung, Impfungen schadeten nie, inzwischen wissen wir, dass das nicht so ist. Es ist die wissenschaftliche Einsicht, die einem sagt, es ist nicht notwendig, jährlich zu impfen. Aber weder Tierarzt noch Pharmaindustrie haben ein Interesse daran weniger häufig zu impfen” (WDR-Interview Jan. 2001)

 

Die Sudie von Dr. Ron Schulz In: LE Carmichael (ed) Recent Advances in Canin Infectious Diseases, 2000 „Minimum duration of immunity (DOI) basierend auf challenge u. Antikörper – Studien ergab:

Staupe

Immunität    7 Jahre

Hepatitis

Immunität    7 Jahre

Parvovirose

Immunität    7 Jahre

Tollwut

mindestens! 3 Jahre

Parainfluenza

mindestens 3 Jahre

Für Leptospirose hält der Impfschutz kaum 1 Jahr. (Der Impfstoff deckt nur Leptospirosa canicola und Leptospirosa icterohaemorrhagiae ab- Es gibt aber viele weitere Sprirochäten/Serovare gegen die dieser Impfstoff nicht schüzt.)

Tierärzten stehen die Impfstoffe für o. g. Impfungen auch als Einzelimpfstoffe zur Verfügung:

SHL gibt es als Kombi-Impfstoff von den Firmen Virbac, Merial und Intervet.
S und H sind gefriergetrocknet, L ist flüssig. S und H können als Trockensubstanz mit wässriger Substanz (Kochsalzlösung, Destiliertes Wasser o.ä.) aufgelöst werden. L ist bereits flüssig und kann entweder in Verbindung mit S + H injiziert oder , sofern man es möchte, durch Wasser ersetzt werden, sodass der Hund nur S + H injiziert bekommt.
Parvovirose wird ebenfalls gefriergetrocknet von den Firmen Intervet, Pfizer, Merial und Virbac, angeboten.
Puppy SP (Nobivac) wäre m.E. eine sinnvolle Alternative zu den umfangreichen “Impf-Bomben.
Tollwut ist immer flüssig.

Somit ergibt sich, dass bis auf Staupe alle Impfstoffe auch einzeln, in Verbindung mit entsprechender flüssiger Komponente/Suspension geimpft werden könnten.

Der Impfschutz nach ausreichender Grundimmunisierung wurde in USA, unter anderen auch durch die Fa. Pfizer, untersucht, mit den gleichen o.g. Ergebnissen. 

Grundimmunisierung

Üblich ist es die Welpen im Alter von ca. 7 - 8 Wochen und 4 Wochen später nochmal nachzuimpfen. Der Grund für die Nachimpfung wird damit begründet, dass Welpen mit 8 Wochen noch maternale Antikörper haben. Daher kann die Impfung mit 8 Wochen evtl. nicht richtig greifen. Man geht davon aus, dass bei Welpen diese Antikörper mit 12. Wochen, wahrscheinlich sogar eher erst mit 14 Wochen nicht mehr vorhanden sind.

Wahrscheinlich wäre es sinnvoller, die Welpen erst nach Titerbestimmung und zuerst nur S+P impfen zu lassen und auf einen Impfcocktail mit zusätzlichen Komponenten in diesem sehr frühen Alter zu verzichten.

Die Tollwutimpfung sollte lt. verschiedener neuerer Studien nicht vor der 14. Lebenswoche gemacht werden. Einige raten zu einer TW-Impfung erst ab der 16. Woche.
Einzelimpfungen bei Tollwut erzeugen lt. F. Cliquet 2003(2) und Mansfield 2004 einen besseren Antikörper-Titer als bei Kombi-Impfstoffen.

Es gibt Core - und Non Core-Impfungen. Die neue deutsche Impfempfehlung ist SHP alle 3 Jahre.

Impfungen gegen Leptospirose werden hier in Deutschland jährlich empfohlen, obwohl sie nur gegen 2 Lepto-Arten wirken. Der tatsächliche Impfschutz ist daher fraglich. Auch gegen Leptospirose geimpfte Hunde können an Leptospirose erkranken. (In den USA werden Leptospirose- und auch Zwingerhusten-Impfungen nur bei Hunden, die einem erhöhtem Infektionsrisiko ausgesetzt sind, empfohlen. Große Zuchtstätten, Häufige Ausstellungen etc.)
Bei der Zwingerhustenimpfung (Pi) = Parainfluenza, Bordetella bronchiseptica, ist die Schutzwirkung fraglich, da der Husten durch eine Vielzahl unterschiedlicher Erreger verursacht werden kann. Viele Hunde haben trotz Impfung Zwingerhusten. Aus diesem Grund wird sie - u.a. auch von der LMU, München/Medizinische Kleintierklinik, zu den Non-Core Impfungen gezählt.

Deutschland gilt seit April 2008 nach den Kriterien der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE)  als Tollwutfrei.

Rechenbeispiel aus der Vergangenheit: Wenn ein Hund 13 Jahre alt wurde, so hatte er 13 x 5-fach oder 6-fach-Impfungen erhalten. Zuzüglich der Grundimmunsisierung (2 x) waren das 75 bzw. bei 6-fach Impfung 90 einzelne Impfstoffe.

Also 15 x gegen Staupe, 15 x gegen Hepatitis, 15 x gegen Parvovirose...usw.

Bsp: SHP/ LT oder SHLPP/T.
Die meisten Tierärzte impfen inzwischen nicht mehr jährlich. Dennoch gibt es einige die darauf bestehen und von alten Ansichten nicht abrücken.
Solle ihr Tierarzt dazu gehören, so fragen Sie ihn, ob er sein Kind bis  zum 13. Lebensjahr 15 x gegen Masern impfen lassen würde. (Masern sind vergleichbar mit Staupe.) Oder ob er sich selbst jährlich gegen irgendwelche Infektionskrankheiten impfen lässt.
Mein Rat wäre hier: Suchen Sie sich einen anderen Tierarzt.
 

Fazit: Eine Grundimmunisierung ist absolut notwendig und wichtig. Wer sie versäumt geht grob fahrlässig mit der Gesundheit seines Vierbeiners um. Sofern man aber keine Ausstellungen besucht, nicht ins Ausland verreist oder an Hundesportveranstaltungen teilnimmt, sind jährliche oder Zweijahresimpfungen nicht notwendig.

Quellen:
1)Kynologische Arbeitsgemeinschaft
Monika Peichl (Danke Mo!)
 Vet.med. Uni München
2)Neutralising antibody titration in 25,000 sera of dogs and cats vaccinated against rabies in France, in the framework of the new regulations that offer an alternative to quarantine


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